Sardinien, NuragheUnbekanntes Meilogu: Vulkane, Feenhäuser und ein Tal voller Nuraghen

Die urzeitlichen Grabstätten,die Feenhäuser oder “Domus de Janas”, (ca. 3000 vor Chr. ) findet der aufmerksame Sardinien Reisende auf der ganzen Insel. Man sieht ab und an Schilder mit dem Hinweis “Domus de Janas” am Straßenrand. In ihrem spannenden Blog, wo sie regelmäßig ganz besondere Berichte über die Insel Sardinien veröffentlicht, sehr persönlich erzählt und mit guten Fotos versehen, erklärt Pecora Nera anschaulich die Entstehung der Feenhäuser, der “Domus de Janas” auf Sardinien. Lesen Sie den interessanten Bericht über das Meilogu, eine nur wenig bekannte Region im Nordwesten von Sardinien:
Das Meilogu im Nordwesten Sardiniens ist eine der weniger bekannten Regionen Sardiniens. Bonorva, Giave, Mores, Thiesi … allesamt nur wenigen, wiederkehrenden Reisenden ein Begriff. Dabei ist sie sonnenverwöhnt und im Frühling ein wahres Blumenmeer.” weiter lesen.

sardinien sept.08-258 Sardinien, Nuraghe an der Nordkueste sardinien-62 Sardinien, Orosei, Nuraghe Supetrosu


Nuraghen und Feengräber begegnen dem Sardinienurlauber auf Schritt und Tritt. Häufig sind die Nuraghen schon ziemlich eingewachsen und kaum noch zu identifizieren, doch es gibt auch Etliche, die gepflegt und erhalten werden, mit Führungen und Informationstaflen. Die bekannteste Nuraghenalange ist sicherlich die in Barumini, “Su Nuraxi”, die eine der größten Nuraghenanlagen ist. Der Bau an der Anlage dauerte vermutlich von 1200 bis 500 vor Christus. Die Burganlage, bestehend aus einem Hauptturm und einer rautenförmigen Bastion mit vier weiteren Türmen an den Ecken, nimmt eine Fläche von über 1000 m² ein. Bei den GRabungen, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgten, stieß man auf Hüttenreste, wo Experten punische Einflüsse feststellten, z.B. an der Bauweise von Rinnsteinen und Abwasserschächten. Bei dieser Festung lässt sich auch heute noch erkennen, dass der Hauptturm in späteren Zeiten von Mauern und Türmen umgeben wurde. Seit 1997 gehört der Nuraghen-Komplex Su Nuraxi zum Weltkulturerbe.

Die Nuraghenanlage "Su Nuraxi" in Barumini, Sommer ansicht In der Nuraghe Barumini sardinien 10.09 487 Luftaufnahme von Su Nuraxi


Ein interessanter Artikel über die Domus de Janas, mit einer Grundrisszeichnung dieser Grabanlagen aus de Ozieri-Kulur findet sich auch auf Wikipedia zu diesem Thema:
Domus de Janas”, wie auch weitere Berichte: Die Ozieri-Kultur, (zunächst San Michele Kultur genannt) ist die letzte der großen Kulturen der Jungsteinzeit (ca. 3300–2700 v. Chr.) auf Sardinien.
Und wenn Sie neugirig geworden sind, lesen Sie doch gleich noch etwas über die Nuraghenkultur auf Sardinien:
Die Nuraghenkultur auf Sardinien entwickelte sich etwa um 1800 v. Chr. während der Bronzezeit aus der Bonnanaro-Kultur. Sie wurde nach den von ihr errichteten Steintürmen, den Nuraghen, benannt.

Auch in diesem Beitrag über die Nekropole von Montessu, im süd-östlichen Teil von Sardinien gelegen, geht es um die Höhlengräber, die Domus de Janas:
Nekropole von Montessu Der Name leitet sich vom Berg  Monte Essu ab. Eine wunderbare großzügige, gepflegte Anlage „Parco Archeologico di Montessu“ die in einem hochgelegenen Talkessel mit Aussicht auf die Stadt Santadi (Provinz Carbonia-Iglesias) im Süosten Sardiniens liegt. Hier gibt es etwa 40 Domus de Janas aus verschiedenen Epochen zu besichtigen.”