“Pescaturismo” – Fischtourismus – so nennt sich diese Urlaubsart, die Paolo Anfang der neunziger Jahre erfunden hat. Damals konnte er kaum mehr genug zum Leben verdienen. Industrieschiffe fischten die Meere rücksichtslos leer, und die Fänge der kleinen Küstenfischer wurden immer geringer. Da kam ihm die Idee, “mit den Touristen Geld zu verdienen und zugleich etwas für die Natur zu tun”. Heute bieten Hunderte Fischer in ganz Italien Pescaturismo an. Sie nehmen ihre Gäste mit zu den Aalreusen der oberen Adria, zu Muschelbänken am Gargano, Thunfisch-Jagden vor Sizilien und nächtlichen Angeltouren in Ligurien. Im Jahr 2005 nahmen bereits 300 000 Menschen an solchen Fischzügen teil, schätzten die italienischen Tourismusforscher. Dieses Jahr sollen es deutlich mehr sein.
Was der “Agriturismo” – Ferien auf dem Bauernhof – für die Landwirte bedeutet, scheint der Pescaturismo für die Fischer zu werden: eine Überlebensquelle.
Mehr zu diesem Thema in diesem Artikel über den Fischtourismus in Italien der Süddeutschen Zeitung.
Er ist wirklich interessant, zeigt neue Umgehensweisen auf. Ich denke, es ist Zeit, auch beim Tourismus neue Wege zu gehen, und überall nach Möglichkeiten zu suchen, etwas für unsere angeschlagene Mutter Erde zu tun -und sei es nur ein kleiner Schritt… .
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