Meine Freunde feierten am 17. Januar das Fest des Sant’Antonio in Tresnuraghes.
Auf ganz Sardinien brannten in der Nacht zum 17. Januar die Feuer.

Sant’Antonio Abate, auch der Hl. Antonius der Große (um 251–356) genannt, war ein ägyptischer Mönch, Asket und Einsiedler
Der Antonius Gedenktag ist am 17. Januar.
Vvon Dorgali bis Bolotana, von Bosa bis Desulo, in Budoni, Escalaplano,  Samugheo und Orosei sowie in vielen anderen Regionen werden die Feuer immer noch zu Ehren von Sant’Antonio Abate angezündet.

Ein alter und tief verwurzelter Kult für diesen Heiligen, der von der christlichen Gemeinschaft Gegner der Teufel und der Höllenflammen angesehen wurde. In der Legende heißt es, dass der heilige Antonius dem Königreich der Unterwelt einen glühenden Funken gestohlen hätte, um es der Menschheit zu geben und sie somit mit Feuer auszustatten.

In der Nacht zum 17. Januar dankt man dem Heiligen Sant’Antonio und bittet um Wunder. Dabei bereitet das helle Licht des großen Lagerfeuers einen fast magischen Rahmen. Dieses Ritual, das die christliche Hingabe an alte heidnische Traditionen vermischt, ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Doch die Ursprünge liegen ganz sicher viel weiter zurück.

Nach den liturgischen Riten und dem Segnen des Feuers treffen sich die Teilnehmer rund ums Feuer, um zu reden, zu singen, Desserts und Weine zu probieren, die von der Gemeinde zusammengetragen und hergestellt wurden. Jede/r beteiligt sich so gut er kann. Meine Freundin Vanna hat ihre köstlichen zipolle gemacht. 30 Kilo! 

Das Feuer des Sant’Antonio brennt die ganze Nacht.