Liebe Italien- und Filmfreunde!
Dass Italien nichts von seiner Faszination verloren hat und dass die sprichwörtliche “dolcezza del vivere” nicht nur ein Klischee ist, sondern als bleibender Eindruck der italienischen Lebensart auch (oder vielleicht sogar gerade) dann entsteht, wenn man genauer hinsieht, beweisen die drei Dokumentarfilme, die die Edition Salzgeber in die Kinos und als “Bella Italia”-DVD-Box herausbrachte.
Die Filme beleuchten dabei auf eine je eigene spannende Weise Aspekte des heutigen Italiens, in denen sich zeigt, wie die Vitalität der Alltagskultur den manchmal schwierigen sozialen Verhältnissen trotzt. Und damit gelingen ihnen Italienbilder, die jenseits der Klischees von
Capri-Fischern, Mafia und Pavarotti liegen, aber mindestens genauso aufregend sind!
Die Filme der Reihe sind:
1.
DIE TRÄUME NEAPELS (Dreaming by Numbers)
Italien/ Niederlande 2005, 75 Min., s/w, OmU
Regie: Anna Bucchetti
In atmosphärisch aufregenden Schwarzweiss-Bildern geht die Regisseurin Geschichten nach, die sie in einem kleinen Lottogeschäft in der Altstadt Neapels erfährt. Die Kunden hoffen, dass ihnen die Angestellten des Ladens nach einem alten System ihre Träume und Erzählungen in Zahlen
umwandeln, damit sie so die richtigen Kombinationen in der Lotterie setzen können.
2.
IL PALIO — DAS RENNEN VON SIENA (The Last Victory)
Niederlande 2004, 88 Min., Farbe, OmU
Regie: John Appel
Einmal im Jahr versetzt ein nach alter Tradition ausgetragenes spektakuläres Pferderennen die Altstadt von Siena in einen Ausnahmezustand. Im Kampf um den Palio, die Trophäe des Wettkampfes, treten Reiter und Pferde als Vertreter der alten Stadtteilgemeinschaften
gegeneinander an. John Appels preisgekrönter Dokumentarfilm begleitet eine dieser ,Contraden’ bis zum aufsehenerregenden Höhepunkt, der über den Sieg und die Ehre ihrer Angehörigen entscheidet.
3.
OPERNFIEBER
Deutschland/ Schweiz 2004, 70 Min., Farbe, OmU
Regie: Katharina Rupp
Die Regisseurin Katharina Rupp entdeckt in ihrem Dokumentarfilm seltsame, aber in Italien weit verbreitete Phänomene des Opernwesens: bezahlte Claqueure, obskure Vereine und die Fanatiker des dritten Rangs. Obwohl ihr Einfluss in der Regel ignoriert wird, verbindet sie mit den Stars, den Intendanten und Dirigenten zumindest eines: die große Liebe zur Oper.
Einen Überblick über das Programm und die beteiligten Kinos bietet die Internetseite delicatessen | Kino Kultur digital.
