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Die Mönchsrobbe von Sardinien. Nur noch eine Legende?

 

Drei Gruppen von Säugetieren haben im Laufe der Erdentwicklung das Land verlassen und sich erfolgreich an ein Leben im Meer angepasst: die Seekühe, die Waltiere und die Robben.

Zu den Robben zählt die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus), wie die Seehunde gehören sie zu den Hundsrobben.
Früher besiedelten diese Tiere in großen Kolonien die Küsten des Mittelmeers. Heute sind sie die am stärksten gefährdete Säugetierart in Europa!

Ich bin auf dieses Tier aufmerksam geworden, durch einen  interessanten Beitrag im Internet und einen Film auf youtube.
Schon 2009 habe ich deshalb einen Beitrag über die herrlichen Tiere geschrieben, den ich jetzt März 2020 nochmals überarbeitet habe.

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Auf einer Sardinienseite las ich, dass die Mönchsrobbe wieder gesichtet wurde. Ich weiß leider nicht, ob diese Beobachtung belegt ist. Aber ich weiß, das diese wunderschönen Tiere vom Aussterben bedroht sind. Man glaubt eigentlich, das sie vor der sardischen Küste schon verschwunden ist.
In den letzten Jahren gab es große Bemühungen um den Schutz von Natur- und Lebensraum der Fauna und Flora. Vielleicht wäre die Sichtung von Mönchsrobben eines der erfreulichen Ergebnise davon! Es wäre wundervoll!

Ich wollte mehr wissen, über dieses Tier. Nicht nur weil mir als Nordseebewohnerin die Seehunde seit meiner Kindheit vertraute Freunde sind.

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Ich habe mich also aufgemacht ins www, um mehr Informationen über die Mönchsrobben zusammen zu tragen.

sardinien-meer-und-himmelInteressant berichtet ein Schweizer Zoologe auf seiner Homepage von der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Er berichtet von verstärkten Bemühungen zur Arterhaltung beizutragen. So zum Beispiel durch Schutzräume zur Aufzucht der Jungen sowie Aufklärung. Dadurch mehr Verständnis bei Fischern, Tauchern und Tourismus für die friedfertigen Meeresbewohner. Viele interessante Fakten.

sardinien-meer-und-himmel“Pinguine & Robben”: Sehr schöne Fotos der Mönchsrobbe

Gute Artikel finden sich im Online-Archiv der unterwasserwelt.de : Phantom des Mittelmeers: Die Mönchsrobbe” –
und auf den biologieseiten “Mönchsrobben

In diesem Artikel werden ebenfalls Strategien zur Rettung der Artenvielfalt genannt. euronatur.org.

Wieder bin ich beim Thema Mönchsrobbe gelandet. Dem Tier, das ich ein wenig genauer kennen gelernt habe in den letzten Stunden auf meinem Weg durch Internet. Ich hoffe, die Beobachtungen sind richtig und das – inzwischen- Menschenscheue Tier ist tatsächlich vor Sardinien gesehen worden.

Fotos der Mönchsrobbe

sardinien-meer-und-himmelHier fand ich den aktuellsten Artikel, vom 20. Januar 2009:

Ob Gigant der Tiefe, eleganter Akrobat oder geschmeidiger Jäger: Das Mittelmeer droht mit Pottwal, Gemeinem Delfin und Mittelmeer-Mönchsrobbe drei faszinierende Meeressäuger zu verlieren.”
Informationen über den aktuellen Stand gibt es  in einer PDF Datei. Hier wird auch vom Überlebenskampf der Pottwale und der gewöhnlichen Delphine berichtet, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind. euronatur, eine gemeinnützige Stiftung zum Erhalt des europäischen Naturerbes, arbeitet mit ocean care zusammen. Interessanterweise einer Organisation aus der Schweiz, die sich aktiv für den Schutz der Meere einsetzt. Dort kann man zum Beispiel eine Patenschaft für eine Robbe oder einen Delphin übernehmen. Vielleicht mal eine ganz andere, tiefergreifende Geschenkidee?!

sardinien-meer-und-himmelMittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus):

Die weltweit am meisten gefährdete Robbenart als PDF Datei. Ein schön bebilderter Bericht, ebenfalls als PDF : den Mönchsrobbenlehrpfad über das Leben dieser Robbenart, wundervolle Fotos und vielen Informationen über die Lebensweise der Tiere!
Dieser Artikel hat mich am meisten fasziniert und berührt. In wunderschönen Aufnahmen sieht man die Robben in ihrem Lebensraum.

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Ich hoffe, ich darf aus der Datei von ocean care zitieren. Denn die letzten Sätze geben uns allen eine Direktive, was wir -jede/r Einzelne – tun können.
Hier sind alle Artikel über Wale und Robben zu finden: OceanCare > Search results for ‘mönchsrobbe’

Ein Beitrag von 2019, von der deutschen Stiftung Meeresschutz über

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

beginnt so: “Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens sowie auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien sowie Syrien bekannt.”

Ein interessanter Aetikel, der viel Wissen über das Leben der Robben vermittelt und Fotos der schönen Tiere zeigt.
Ein zweiter Beitrag geht um den Schutz der Tiere:

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Grundsätzliches bei Begegnungen mit einer Mönchsrobbe

  • Bitte immer einen Mindestabstand von 30 m zum Tier einhalten.
  • Ruhig bleiben und hektische Bewegungen vermeiden.
  • Nicht anfassen, nicht füttern.

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Die Mönchsrobbe und ihr Weiterbestehen wird sicher in der Zukunft aufmerksam von mir verfolgt. Und vielleicht verschenke ich bald eine Patenschaft für eines dieser wunderbaren Wesen im Mittelmeer.

◗ Bitte nicht stören!

Viele Geburtshöhlen der Mittelmeer-Mönchsrobben in Griechenland und in der Türkei liegen in Schutzgebieten, die nicht betreten werden dürfen. Leider werden diese Verbote in vielen Gebieten kaum kontrolliert. Beachten Sie deshalb in den Ferien unbedingt die Schutzzonen. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall beim Tourismus-Informationsbüro.
Auch auf Sardinien gibt es Hunderte – Tausende von Höhlen. Wenn Sie eine Höhle finden, erkundigen Sie sich zuerst, ob sie betreten werden darf! Denn vielleicht ist sie ein Rückzugsort für Tiere oder eine Kinderstube.

Auf Störungen reagieren viele Tiere sehr empfindlich! Evtl. verlassen die Eltern dann ihre Brut! Verhalten Sie sich umsichtig- und weitsichtig! Eine ökologische Gemeinschaft ist schnell zerstört.

◗ Fisch für alle! Überdenken Sie Ihren Konsum an Meerfischen. Informieren Sie sich, welche Arten bereits stark überfischt sind und welche Arten konsumiert werden können. Bevorzugen Sie einheimische Seefische.sole_trennlinie

Von einer intakten Umwelt profitieren auf die Dauer alle  –  Mensch und Tier.

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