Sardische Geschichte

Musik der Sarden, Sardiniens geheimnisvoller Klang

Die Musik der Sarden, archaische Klänge aus der Vergangenheit

Einer der Schlüssel zur Vergangenheit Sardiniens ist die Musik der Sarden.

Sardiniens jahrtausendealte Geschichte ist bis heute voller Rätsel.
Die Dokumentation begleitet den Musiker Stefano Ferrari auf der Suche nach den archaischen Klängen seiner Heimat. Dabei durchstreift er die Weiten der sardischen Berge und besucht die Kultstätten der Nuraghen-Zeit.

Gemeinsam mit seinen Freunden, die alle als Musiker auf der Mittelmeerinsel leben, öffnet Stefano Ferrari eine Tür zur traditionellen Musik Sardiniens. Der Cantu a Tenores, die traditionellen Sangesweisen der Schäfer sowie dem Spiel der antiken Rohrflöte, der Launedda. Er unternimmt eine poetische Reise zu den Ursprüngen der sardischen Musik. Zudem wirft er einen Blick zurück in die uralte Geschichte der Insel. Dadurch wird die Dokumentation zu einem sardischen Roadmovie im Wechselspiel von Gegenwart und Vergangenheit.

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Sarazenerturm in Santa Maria Navarrese

Torri Costieri, Sarazenertürme auf Sardinien

Sardinien, Sa Lumenera, Blick nach Bosa Marina, torreWieso stehen so viele dieser trutzigen Sarazenertürme an den Küsten Sardiniens?

Sarazenertürme sind kleine, meist runde, befestigte Signaltürme. Sie sind zwischen 12 – 17 m hoch, dabei an der Basis 8 – 10 m dick. Die Sarazenertürme prägen die Küsten Italiens und auch die der Mittelmeerinsel Korsika.

Dort errichteten die Genueser während ihrer 500-jährigen Herrschaft über Korsika die Wachtürme. Sie erstanden entlang allen Küsten der Insel, außerdem auf der Inseln Elba, Sizilien und Malta. Auf Sardinien wurden zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert die Sarazenertürme auf Befehl der spanischen Könige errichtet. Die torri costiere bildeten einen 360° Schutzkreis für die sardische Bevölkerung und wurden bis zum zweiten Weltkrieg verwendet. Sie galten sogar bis 1989 offiziell als aktive Verteidigungsanlagen. Von ca. 100 Sarazenertürmen sind noch knapp 60 in gutem Zustand erhalten. Weitere 20 zieren mit ihren Silhouetten als Ruinen die Küsten Sardiniens. Die Türme standen untereinander in Sichtkontakt. Sie waren ständig besetzt und man kommunizierte bzw. telegrafierte mit Kanonenschüssen oder Feuersignalen. (mehr …)

Film über Bosa

Ein Film über Bosa, mit Bildern von 1950

Ein Film über Bosa, mit Bildern von 1950

Ein Film über Bosa, mit modernen Fotos. Dazu Filmausschnitte von einem Hochwasser in den 50er Jahren. Sowie von der Kirche Fuori Muri und dem Castello Malaspina, hoch oben über Bosa. Der Film wurde inspiriert von einem Text von Salvatore Cambosu aus dem Jahr 1951 sowie mit Bildern von 1950.
Romantisch und leise dazu in Schwarz-Weiß und in Farbe.

Un documentario ispirato al testo „Bosa di Sardegna“ di Salvatore Cambosu del 1951. Con immagini originali del 1950.

Neugierig geworden?

Dann stöbern Sie doch ein Wenig in unserem Blog. Schauen Sie sich doch die tollen Ferienhäuser in Bosa an. Erkunden Sie doch die hübsche kleine Stadt an der Westküste selbst!

Denn wir können Ihnen Ferien auf einem wunderschönen Reiterhof in Bosa anbieten. Von dort schlendern Sie Abends zu Fuß in die Stadt, denn es ist nur ein Katzensprung vom Pferdehof Piccolo Paradiso in die Stadt! Oder doch direkt ans Meer? Dann empfehlen wir die schöne Wohnung Deledda. Denn sie liegt nur ein paar Schritte vom herrlichen Strand entfernt. Denn auch von Bosa Marina aus sind Sie schnell in Bosa zum Bummeln.

Mehr über Bosa, die schöne Stadt am Fluss Temo: Bosa, Kleinod im Westen von Sardinien

Nuraghe auf Sardinien, nahe Suni

Feen, Riesen und Nuraghen

Ganz sicher sind die wundervollen Sandstrände Sardiniens ein sehr guter Grund, die Insel zu besuchen. Doch ist man ersteinmal ein Wenig in die Kultur und Geschichte eingetaucht, hat sich womöglich in die Insel verliebt, will man mehr wissen…., mehr über die immer noch etwas mysteriöse Vergangenheit der Insel, über die Kultur der Sarden, ihre geschichtliche Entwicklung und die Auswirkung der vielschichtigen Vergangenheit auf die Gegenwart dieser zauberhaften Insel.
Vielleicht sind Sie neugierig geworden und möchten mehr erfahren über all die Kegelförmigen Bauten, „Nuraghen“ genannt, von denen auf der Insel mehr als siebentausend existieren oder fragen sich, ob in Feengräbern „Domus de Janas“ wirklich Feen wohnen und ob Riesen in den „Tombe dei giganti“ zu Grabe getragen wurden. (mehr …)

Stazzu di Gallura

Stazzu – Gallura – eine sardische Geschichte

Stazzu di Gallura

stazzu Sardinien_SteinmauerDer Begriff „stazzu“ kommt aus dem Lateinischen „statio“ – station, und bedeutet Bauernhof. Für die Gallura und Arzachena ist diese Bauweise typisch.

Die Häuser passen sich der Umgebung an, denn sie unterscheiden sich kaum von der Landschaft. Sie sehen aus wie die Trockenmauern und die Steinwälle der sardischen Landschaft. Denn sie sind eins mit der Umgebung und der Natur. Ganz wie ihre Besitzer, die Bauern der Region, die im Einklang mit ihrer Arbeit auf den Feldern sind.

Die Stazzi gehören ursprünglich zu einem geografischen System, das die Galluresen „Cussogghia“ nennen. Die einzelnen Stazzi sind durch Bande miteinander verbunden, z.B. durch moralische Grundsätze wie die „Manialia„.
Das verband,  und verbindet teilweise bis heute, die Mitglieder dieser Gemeinschaft. Man hilft sich gegenseitig unentgeltlich. So z.B.  bei der Weinlese, der Ernte, dem Dreschen oder Reparaturen von Zäunen und Mauern. Denn man bildet ein gemeinsames Team, unterstützt sich sogar Finanziell oder mit Vieh bei Verlusten und Missernten.

Die Gallura

Sardiniensonnenuntergang.jpgIm Nordosten von Sardinien liegt die Gallura mit bizarrer Felsküste und schroffem, abweisenden Hinterland. Türkis leuchtendes Meer, schon fast unwirklich in den Farben, dazu kleine vorgelagerte Inseln. Der ca. 80 km lange Küstenabschnitt zwischen Cala Razza di Giunco und der Bucht von Porto Quato wird deshalb „Costa Smeralda“ genannt.
Das klare, smaragdfarbene Meer, das dank besonderer Strömungsverhältnisse einer ständigen natürlichen Selbstreinigung unterliegt, beherbergt eine Unterwasserwelt, die im Mittelmeerraum ihre Gleichen sucht. (mehr …)

Sardischer Gesang, die Tenores di Bitti

Sardinen und die Tenores di Bitti

Die Tenores di Bitti  haben mich seit dem Tag, als ich sie auf Sardinien das erste mal hörte, inspiriert und begleitet. Wundervolle, irritierende, andersartige Gesänge aus einer vergangenen Zeit…
Inzwischen weiß ich, das überall auf der Insel Gruppen von Tenores gibt, die den „canto a tenore“ singen. Sie folgen alle den gleichen, uralten Regeln.

Wer einen kleinen Eindruck der archaischen Gesangskunst der Tenores von Bitti haben möchte, kann sie sich  auf  verschiedenen Videos anhören.

Die Form folgt stets streng festgelegten überlieferten Gesangsmustern. Immer steht dabei ein Solist, der Tenor, im Vordergrund der Vorsänger. Er beginnt mit den Gesang und bestimmt die Gesangsmelodie. Dann folgt der einfache Refrain der anderen 3 Männer. Zumeist bestehen die Gesangsgruppen aus vier Männern.
Der Grundtext: „Bom Bim Bam Bo“ und „Lellere“. Die Ausführung der Gesänge ist variationsreich: „a sa seria“, „a passu torrau“ sowie „a mutos“.

Ein sehr schönes Video, in dem die Sänger ihre Stimme und deren Anlehnung erklären:

Man hört zuerst die einzelnen Sänger. Sie stellen sich vor, ihre Stimmlage und  die Bedeutung, um dann gemeinsam zu singen und zu einem Klanggewebe zu verschmelzen. Ein wunderbares Video zur Einführung in diese besondere Gesangskunst. Viel Vergnügen mit diesen einzigartigen Sängern.

Ich werde nie den Tag vergessen, als ich sie zum ersten mal hörte, auf Sardinien an einem wunderbaren Abend zu Hause bei Bekannten. Eine jener Perlen, die in der Schnur der Erinnerungen für immer glänzen.
Ganz andere Tenores Gesänge auf einer Tanzveranstaltung in Orgosolo. Der Ort ist berühmt für seine wundervollen politischen Wandgemälde sowie für seine Banditen. Wer sich zudem für die Murales, die Wandbilder von Orgosolo interessiert, mag vielleicht diesen Blog-Artikel lesen: Sardinien: Fotos der Insel, Geschichte und Bilder von Orgosolo, dem Dorf der “Banditen”

Und eine letzte Variation, diesmal mit Sängerin. Tenores di Bitti „Mialinu Pira“ in concert in San Paolo (Brazil). Gemeinsam mit dem Mediterranean Orchestra. The tenores sing „la Rama“ with Magda Pucci from Brazil and Bilja from Serbia. www.tenoresdibitti.com