Papst Benedikt XVI. hat den Menschen in aller Welt den traditionellen Weihnachtssegen erteilt: Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach den
Segen “Urbi et Orbi” (“Der Stadt und dem Erdkreis”) vom Balkon des Petersdoms aus.
Tausende Menschen waren unter blauem Himmel auf dem Petersplatz versammelt, um die Weihnachtsbotschaft des Papstes zu hören. Benedikt XVI. sprach den Weihnachtsgruß in 63 Sprachen.
“An diesem Tag des Friedens richten sich meine Gedanken auf die Gegenden, in denen der Waffenlärm ertönt”, sagte der Papst. Er nannte sodann die westsudanesische Region Darfur, Somalia und die Demokratische Republik Kongo und den Nahen Osten, “besonders den Irak, den Libanon und das Heilige Land”, sowie Afghanistan, Pakistan und Sri Lanka. Den Regierungsverantwortlichen wünschte er “die Weisheit und den Mut”, sich für gerechte Lösungen einzusetzen.
Mit Kritik an der Zerstörung der Erde hatte der Papst in der Nacht zum ersten Weihnachtstag die traditionelle Mitternachtsmesse im Petersdom begangen. In seiner Predigt vor tausenden Gläubigen bedauerte der Papst den “Zustand”, in dem sich die Erde heute “durch den Missbrauch der Energien und durch deren schonungslose Ausbeutung für unsere Interessen” befindet.
Weihnachten sei auch ein “Fest der wiederhergestellten Schöpfung”. Es war die dritte Christmette Papst Benedikts XVI. seit seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt im April 2005. Nach Angaben des Vatikans wurde sie von 62 Fernsehstationen in 42 Länder übertragen.
