Drei Gruppen von Säugetieren haben im Laufe der Erdentwicklung das Land verlassen und sich erfolgreich an ein Leben im Meer angepasst: die Seekühe, die Waltiere und die Robben. Zu den Robben zählt die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus), wie die Seehunde gehören sie zu den Hundsrobben. Früher besiedelten diese Tiere in großen Kolonien die Küsten des Mittelmeers – heute sind sie die am stärksten gefährdete Säugetierart in Europa.
Ich bin auf dieses Tier aufmerksam geworden, durch einen der interessanten Beiträge auf “Schwenk’s Sardinienpage”. Er erzählt auf seinen informativen Sardinienseiten, dass die Mönchsrobbe , die man hier vor der sardischen Küste schon verschwunden glaubte und die vom Aussterben sehr stark bedroht ist, wieder gesichtet wurde. Das wäre dann vielleicht den Bemühungen um den Schutz von Natur- und Lebensraum der Fauna und Flora zu verdanken, was ja ein sehr erfreuliches Ergebnis wäre!
Ich wollte mehr wissen, über dieses Tier, sind mir doch, als Nordseebewohner, die Seehunde seit meiner Kindheit vertraute Freunde des Meeres. Ich habe mich also ins www aufgemacht, um noch mehr Informationen zusammen zu tragen.
Interessant berichtet ein Schweizer Zoologe auf seiner Homepage von der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Die Seite ist zwar schon 10 Jahre alt, doch auch er berichtet von verstärkten Bemühungen, durch Schutzräume zur Aufzucht der Jungen, Aufklärung und mehr Verständnis bei Fischern, Tauchern und Tourismus für die friedfertigen Meeresbewohner zur Arterhaltung beizutragen.
Sehr schöne Fotos der Mönchsrobbe finden sich im Online-Archiv der unterwasserwelt.de : “Phantom des Mittelmeers: Die Mönchsrobbe” – Sehenswert! In diesem Artikel werden ebenfalls Strategien zur Rettung der Artenvielfalt genannt, u.a. mit einem Link auf die Organisation euronatur.org, womit sich sich interessanterweise der Kreis schließt. Wieder bin ich beim Thema Mönchsrobbe gelandet, dem Tier, das ich ein wenig genauer kennen gelernt habe in den letzten Stunden auf meinem Weg durch Internet. Ich hoffe, die Beobachtungen sind richtig und das -inzwischen- Menschenscheue Tier ist tatsächlich vor Sardinien gesehen worden.
Hier fand ich den aktuellsten Artikel, vom 20. Januar 2009:
“Alarm im Mittelmeer: Ob Gigant der Tiefe, eleganter Akrobat oder geschmeidiger Jäger: Das Mittelmeer droht mit Pottwal, Gemeinem Delfin und Mittelmeer-Mönchsrobbe drei faszinierende Meeressäuger zu verlieren.”
Weitere Informationen über den aktuellen Stand gibt es in einer PDF Datei , in der auch vom Überlebenskampf der Pottwale und der gewöhnlichen Delphine berichtet wird, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind. euronatur, eine gemeinnützige Stiftung zum Erhalt des europäischen Naturerbes, arbeitet mit ocean care zusammen, interessanterweise einer Organisation aus der Schweiz, die sich aktiv für den Schutz der Meere einsetzt. Dort kann man zum Beispiel eine Patenschaft für eine Robbe oder einen Delphin übernehmen. Vielleicht mal eine ganz andere, tiefergreifende Geschenkidee?!
Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus): Die weltweit am meisten gefährdete Robbenart als PDF Datei und ein schön bebilderter Bericht, ebenfalls als PDF : den Mönchsrobbenlehrpfad über das Leben dieser Robbenart, wundervolle Fotos und vielen Informationen über die Lebensweise der Tiere!
Dieser Artikel hat mich am meisten fasziniert und berührt. In wunderschönen Aufnahmen sieht man die Robben in ihrem Lebensraum.
Ich hoffe, ich darf aus der Datei von ocean care zitieren, die letzten Sätze, die uns allen eine Direktive geben, was wir -jede/r Einzelne – tun können und mit denen ich mich auch verabschieden möchte. Die Mönchsrobbe und ihr Weiterbestehen wird sicher in der Zukunft aufmerksam von mir verfolgt – und vielleicht verschenke ich bald eine Patenschaft für eines dieser wunderbaren Wesen im Mittelmeer.
◗ Bitte nicht stören!
Viele Geburtshöhlen der Mittelmeer-Mönchsrobben in Griechenland und in der Türkei liegen in Schutzgebieten, die nicht betreten werden dürfen. Leider werden diese Verbote in vielen Gebieten kaum kontrolliert. Beachten Sie deshalb in den Ferien unbedingt die Schutzzonen. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der Reiseleitung oder beim Tourismus-Informationsbüro.
(Auch auf Sardinien gibt es Hunderte – Tausende von Höhlen. Wenn Sie eine Höhle finden, erkundigen Sie sich zuerst, ob sie betreten werden darf! Vielleicht ist sie ein Rückzugsort für Tiere oder eine Kinderstube. Auf Störungen reagieren viele Tiere sehr empfindlich und evtl. verlassen die Eltern ihre Brut! Verhalten Sie sich umsichtig- und weitsichtig! Eine ökologische Gemeinschaft ist schnell zerstört)
◗ Fisch für alle!
Überdenken Sie Ihren Konsum an Meerfischen und informieren Sie sich, welche Arten bereits stark überfischt sind und welche Arten konsumiert werden können. Bevorzugen Sie einheimische Seefische.
Von einer intakten Umwelt profitieren auf die Dauer alle - Mensch und Tier.


September 25th, 2009 at 04:44
Ich habe am 18.9.09 an der Westküste Sardiniens ungefähr auf halber Strecke zwischen Alghero und Bosa entweder Robben oder kleinere Wale(Delfine) gesehen.
Da mein Teleobjektiv durch ein leeres Akku ausfiel konnte ich leider weder genauer hinsehen
oder gar Fotos machen.Ich vermute allerdings dass es Robben waren, da ich keine Flosse oder ähnliches sah.