Bei uns am Istituto Linguistico Mediterraneo ist Italienisch lernen mehr, als nur Vokabeln zu pauken und die Grammatik durchzukauen. Bei uns reicht der Unterricht auch ausserhalb des Klassenzimmers. Vergangenes Wochenende haben wir unsere Sprachschüler in die Cinque Terre, die Fünf Länder entführt. Während des Ausfluges wurde natürlich nur Italienisch gesprochen. Es ging teilweise mit Händen und Füßen, unser einziges Wörterbuch wurde eifrig umhergereicht, wir haben viel gelacht und der Ausflug erfüllte zweifelsohne seinen Zweck: Spaß ohne Ende, Erweiterung des Wortschatzes, kulturelle Bereicherung und unsere Wanderung von 10 km ließ überflüssige Kilos purzeln.
Am Samstag hieß es für uns alle früh aufstehen. Treffpunkt war um 6 Uhr morgens am Hauptbahnhof von Pisa. Von dort aus fuhren wir mit dem Intercity nach Spezia und dann ging es mit dem Regionalzug weiter nach Riomaggiore.
Riomaggiore ist das erste der fünf Dörfer, wo auch die berühmte Via dell’ Amore, „die Straße der Liebe ihren Anfang nimmt. Uns bietet sich ein
tiefblauer Himmel und eine phantastische Sicht auf eine großartige Landschaft. Sehr beeindruckt und voller Freude, dies erleben zu dürfen starten wir unseren Marsch entlang der Via dell’ Amore.
Foto links Riomaggiore von Donna Corelless

Foto rechts: Hier halten Agata, Bruna und Alessandra die Eindrücke mit der Fotokamera fest.
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Nach zirka zwanzig Minuten gelangen wir zum zweiten Dorf Manarola (Bild oben mitte von Donna Coreless). In dem schmalen Tal wurde jeder nur mögliche Quadratmeter Fläche genutzt, um die Häuser in den wildesten und lustigsten Verschachtelungen kreuz und quer, auf- und nebeneinander zu setzen. Hier ändert sich auch schlagartig die Beschaffenheit unseres Wanderweges, von Liebe keine Spur mehr, je weiter wir vordringen umso erschwerlicher wird es.
Doch die einzigaritge Schönheit der Natur ließ uns alle Mühen und Anstrengungen vergessen und wir kommen nach Corniglia (Bild von Donna Coreless), das auf einem Felsen achtzig Meter über dem Wasser liegt. Dies gibt dem Ort einen besonderen Reiz. Nirgendwo genießt man eine solche Aussicht über die Küste.
Unser Weg über Stock und Stein führt uns weiter nach Vernazza (Bild von Lou Beyond). Der Ort ist unglaublich schön – die Lage auf einer kleinen Halbinsel begeistert, die alten Burgtürme, der Felsenhintergrund und die kleine Piazza am Meer faszinieren uns alle.
Über endlos vielen steilen Treppen geht es weiter zu unserer letzten Station: Monterosso. Monterosso ist zweifelsohne auch schön, aber im Vergleich zu den anderen vier Dörfern etwas enttäuschend. Monterosso ist mit ca. 1700 Einwohnern das größte unter den fünf. Aufgrund der vielen Hotels sind dort die meisten Touristen aufzufinden und dieser unter Anführungszeichen Massentourismus bringt den so typischen Reiz der Landschaft etwas zum Erlöschen.
Der Ausflug ist für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden, nicht nur wegen der fantastischen Landschaft, sondern auch wegen unserer internationalen Gruppe. Es waren Teilnehmer aus Indien, Australien, Mexiko, Peru, Österreich, Deutschland, Rußland und Polen. Jeder erzählte etwas von seinem eigenen Land und seiner eigenen Kultur und unser Samstag war nicht nur ein herrlicher Ausflug sondern auch ein interkultureller Dialog.
Wenn auch Du von Deinem Urlaub und Abenteuern in Italien erzählen willst, so kannst Du dies auf unserem Italien Blog- Tourismus in Italien. Hier gibt es auch interssante Beiträge aus den verschiedenen Regionen Italiens zum Nachlesen.
Beste Grüsse aus der Toskana,
Eure Agathe
Ps: Bei uns hier ist das Wetter noch herrlich schön. September ist fast die beste Jahreszeit für einen Besuch in der Toskana.
