Florenz ist meine erste große italienische Liebe.
Die erste Stadt Italiens, die ich ganz alleine eroberte,
deren Atmosphäre mich sofort einfing, wo ich auf den Spuren von Michelangelo schon viele Male unterwegs war, allein, mit Freunden oder mit Silke, die nun schon lange in Rom lebt.
Florenz – auch wenn diese wundervolle Stadt in der Hochsaison unter der “Invasione di Barbari” leidet,
wie meine liebe Vermieterin Elena vom Bed and BreakfastFirenze in Florenz schreibt, so ist sie doch eine ganz besondere Perle auf der Schnur der italienischen Schönheiten.
Dante sah ganz anders aus. Feiner, als ihn Boccaccio beschrieben hat. Restauratoren haben sein “vero volto”, sein wahres Gesicht, unter der Tünche von fast fünf Jahrhunderten hervorgekratzt. Und so stehen sich die beiden begnadeten Florentiner nun auf einem Wandgemälde gegenüber: der Dichter der “Göttlichen Komödie”, mit ins Jenseits gerichtetem Blick, und der skeptisch äugende Verfasser des “Dekameron”.
An den Tischen darunter klirren bei Kerzenlicht dezent die Gläser. Salute und buon appetito! Das älteste Porträt des Dichtergenies ist der Stolz von “Alle Murate”. Seit seiner Renovierung ist der einstige Palast der Florentiner Richter und Notare tagsüber Museum. Und abends werden in einem antiken Ambiente toskanische Speisen aufgetragen.
Überall in Florenz tut sich was: Im Schatten des Doms erstrahlt nach 15 Renovierungsjahren die Kirche San Carlo dei Lombardi in neuem Glanz,…”
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