Weihnachten wird in der Toskana, insbesondere in den ländlichen Regionen sehr ruhig und besinnlich begangen. Den Heiligen Abend, wie man ihn in Deutschland begeht, kennt man in der Tradition der Toskana nicht. Das Weihnachtsfest wird am 25. Dezember mit einem Mittagessen eröffnet. Hier kommt die ganze Familie zusammen: Großeltern, Eltern, Ehepartner Kinder, Tanten, Neffen, Nichten, Cousins und Cousinen. Da kann es leicht sein, daß mehr als 30 Personen an der Tafel sitzen. Das Mahl besteht aus bis zu 5 Gängen und zieht sich über mehrere Stunden hin. Ein traditionelles Hauptgericht ist “Tacchino Ripieno” (gefüllter Truthahn). Am Anschluß an das große Gelage reicht man sich kleine Geschenke, man lacht, tanzt und singt. In den meisten Familien gibt es keinen Weihnachtsbaum, denn er ist nicht Bestandteil der Tradition. Die großen Geschenke für Kinder gibt es oft erst am 6. Januar, die von der häßlichen, aber lieben Hexe Befana gebracht werden.
Foto: Die Hexe Befana. Am 6. Januar bringt sie den braven Kindern reichlich Geschenke, unartigen Kindern hingegen, bringt sie Kohle. Das Foto ist eine freundliche Leihgabe von Daniele Muscetta (www.flickr.com)
Nachfolgend das Rezept des traditionellen Tacchino Ripieno Mehr Informationen über Weihnachten in der Toskana






Zwischen Mitte September und Mitte Oktober, den Monaten der Weinlese, lohnt sich eine Reise in die Toskana mehr als sonst. In diesen beiden Monaten feiert die Landbevölkerung auf zahlreichen Festen ihre Freude über eine gute Ernte.