007 -Dreharbeiten in Italien für den neuen Bond

Für die Crew, die mit sieben Aston Martin DBS (Stückpreis rund 275.000 Euro) angereist ist, wurde Anfang der ersten Woche Teile der westlichen Seeuferstraße zwischen Gargnano und Riva del Garda abgesperrt und danach Teile der östlichen Seite zwischen Malcesine und Torbole.
Schwierig werden die Aufnahmen in der sogenannten “Höllenschlucht”, eine sechs Kilometer lange Straße, die als eine der gefährlichsten der Welt gilt. Sie schlängelt sich von Limone aus in die Berge nach Tremosine. Mutige können von der ganz oben gelegenen “Schauderterrasse” des Hotels Paradiso herabschauen. Im letzten Oktober raste Clive Owen in dem Film “The International” von Helikoptern verfolgt genau diese Straße entlang, der Film startet im Februar 2009 in den USA. Die Bond-Macher kommen schon im November heraus und wollen das natürlich übertreffen.

Explodierende Lkws, abstürzende Pkws und diverse Schießereien stehen in der kommenden Woche auf dem Drehplan. Marco Girardi, Verbindungsmann der Region Riviera dei Limoni, spricht seit Monaten mit Bürgermeistern, Regionsvertretern, Anwohnern, Ämtern und der Polizei, um dafür zu sorgen, dass auf den Straßen gefilmt werden darf, ohne dass die wichtigen Touristen in der vorsaisonalen Zeit große Beeinträchtigungen erleiden müssen. Die Produzenten haben einen kostenlosen Fährverkehr eingerichtet. Örtliche Restaurants bieten “James Bond Dinner” und spezielle Cocktails an, um die Gäste bei Laune zu halten.

Wirtschaftsfaktor 007

Die Bond-Crew ist für die Gegend ein willkommener Geldbringer. “Rund 6000 Übernachtungen werden von den Machern bezahlt”, weiß Guido Cerosuolo von der Firma “Mestiere Cinema”, die als örtliche Co-Produktion dabei ist und sich auch schon um die Italien-Szenen in “Casino Royale” gekümmert hat. Damals drehte man am Comer See und in Venedig. Zudem lässt die Crew rund 1,5 Millionen Euro für Transport- und Personalkosten in der Region. “Viele Jahre wurde speziell in Osteuropa gedreht”, so Cerosuolo, “aber inzwischen kommen die Teams wieder nach Zentraleuropa und in den Westen zurück. Zehn Monate Aufenthalt im Osten ist einfach nicht schön!”

Neben dem Gardasee werden weitere Aufnahmen in Carrara, dem berühmten Marmorabbaugebiet, und in Siena gemacht. Am Ende soll die rund zehnminütige Verfolgungsjagd wie aus einem Guss wirken und als Action-Spektakel den Film eröffnen. Weitere vier Verfolgungsjagden und Prügeleien entstehen und entstanden in Panama, Chile, im österreichischen Bregenz und den Londoner Pinewood-Studios, damit das etwa 200 Millionen Dollar umfassende Budget auch auf der Leinwand zu sehen ist.

Daniel Craig wird für die Autojagd am Gardasee nicht mal für einen einzigen Tag benötigt. Er dreht mit Regisseur Marc Forster zurzeit in London und reist dann nach Carrara und Bregenz weiter. “Bonds POV” heißt es verschlüsselt im “Call Sheet”, dem Zettel also, aus dem hervorgeht was an diesem oder nächsten Tag dran ist. Das heißt, dass die “points of view”, die Perspektiven der “Bond driving doubles” Martin Ivanov und Ben Collins aufgenommen werden. Craig wird dann im Studio Angst und Gefahr spielen. “Quantum of Solace” kommt am 6. November in die deutschen Kinos.”

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2 Responses to “007 -Dreharbeiten in Italien für den neuen Bond”

  1. Michael Says:

    Ist das Wahr? Ich reise am Freitag an der Gardasee. Gibt es die Möglichkeit, die Dreharbeiten näher zu beobachten? Wo könnte man Informationen herbekommen? Oder bin ich schon zu spät dran???

  2. sigrid Says:

    hallo michael, bleibt denn neben der arbeit zum aufbau eines neuen portals noch zeit für einen urlaub am gardasee;-) ?
    bond und crew waren anfang mai in bregenz, jetzt sind sie??
    mehr darüber sicherlich hier:
    JAMESBOND.DE

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